Defense in Depth

Auch bekannt als:Mehrschichtige Verteidigung · DiD

Defense in Depth: Kombiniert mehrere unabhängige SicherheitskontrollenSecurity ControlTechnische, organisatorische oder physische Maßnahme zur Reduktion eines Sicherheitsrisikos. zu einem gestaffelten Schutz. Das Konzept prägt die SicherheitsarchitekturSecurity ArchitectureStrukturierte Gestaltung von Sicherheitskontrollen, Vertrauensgrenzen, Datenflüssen und betrieblichen Verantwortlichkeiten. und reduziert systematisch Angriffs- oder Ausbreitungsmöglichkeiten. Es sollte risikobasiert geplant, dokumentiert, getestet und regelmäßig angepasst werden.

Funktionsweise und Einordnung

Defense in Depth ist ein Baustein der Sicherheitsarchitektur und muss im jeweiligen System- und Geschäftskontext verstanden werden. Maßgeblich sind das verfolgte Schutzziel, die betroffenen Vertrauensgrenzen, notwendige Voraussetzungen und die Wechselwirkung mit anderen Kontrollen. Eine isolierte Definition reicht für die Anwendung daher nicht aus.

Bedeutung in der Praxis

Für eine belastbare Umsetzung werden Verantwortlichkeiten, Konfiguration, Datenquellen und überprüfbare Erfolgskriterien festgelegt. Annahmen und Ausnahmen sollten dokumentiert und Änderungen kontrolliert werden. Regelmäßige Tests zeigen, ob der Begriff in der konkreten Umgebung tatsächlich zur Risikoreduktion beiträgt oder lediglich formal berücksichtigt wurde.

Verwandte Begriffe

  • Vertrauensloses SicherheitsmodellZero TrustSicherheitsmodell, das keinen Zugriff implizit vertraut und jede Anfrage kontextbezogen prüft.: Sicherheitsmodell, das keinen Zugriff implizit vertraut und jede Anfrage kontextbezogen prüft.
  • NetzwerksegmentierungNetwork SegmentationTrennt Netzbereiche, um Zugriffe zu kontrollieren und Ausbreitung zu begrenzen.: Trennt Netzbereiche, um Zugriffe zu kontrollieren und Ausbreitung zu begrenzen.
  • Kompensierende KontrolleCompensating ControlErsatzmaßnahme, die ein Risiko reduziert, wenn eine primäre Kontrolle nicht umsetzbar ist.: Ersatzmaßnahme, die ein Risiko reduziert, wenn eine primäre Kontrolle nicht umsetzbar ist.
  • Sichere StandardverweigerungFail-Safe DefaultsPrinzip, bei dem Zugriffe standardmäßig verweigert und nur ausdrücklich erlaubt werden.: Prinzip, bei dem Zugriffe standardmäßig verweigert und nur ausdrücklich erlaubt werden.