Active Directory

Auch bekannt als:Verzeichnisdienst · AD

Active Directory: Microsoft-Verzeichnisdienst zur zentralen Verwaltung von Identitäten und Ressourcen. Der Begriff ist zentral für Identitäts- und Berechtigungskontrollen. In der Praxis sind klare Richtlinien, ProtokollierungLoggingAufzeichnung sicherheitsrelevanter Ereignisse für Überwachung, Untersuchung und Nachweisführung., regelmäßige ÜberprüfungVerificationBestätigung, dass eine Vorgabe erfüllt oder eine Behebung wirksam umgesetzt wurde. und möglichst starke Authentisierung entscheidend.

Die Umgebung gliedert sich in ForestsActive Directory ForestOberste Active-Directory-Struktur, deren Domänen Schema, Konfiguration, Global Catalog und gegenseitige Vertrauensbasis teilen., TreesActive Directory TreeHierarchie aus einer oder mehreren Active-Directory-Domänen mit zusammenhängendem DNS-Namensraum und transitiven Vertrauensstellungen. und DomänenActive Directory DomainLogische Active-Directory-Partition mit gemeinsamer Verzeichnisdatenbank, Namensraum, Richtlinien und Domänencontrollern.; DomänencontrollerDomain ControllerServer mit Active Directory Domain Services, der Verzeichnisdaten repliziert und Authentisierung sowie Autorisierung für eine Domäne unterstützt. replizieren die VerzeichnisobjekteActive Directory ObjectEintrag im Active Directory, der eine Identität, Ressource oder Struktur durch eine Objektklasse und zugehörige Attribute beschreibt. und stellen unter anderem KerberosKerberosTicketbasiertes Protokoll zur sicheren Authentifizierung in unsicheren Netzen.- und LDAPLightweight Directory Access ProtocolProtokoll zum Abfragen und Ändern verteilter Verzeichnisdienste.-Dienste bereit.

Funktionsweise und Einordnung

Bei Active Directory werden Subjekt, digitale Identität, Anmeldemittel und Berechtigungsentscheidung voneinander getrennt betrachtet. Authentisierung beantwortet, wer oder was eine Identität nachweist; Autorisierung bestimmt anschließend, welche Handlung im konkreten Kontext erlaubt ist. Sitzungszustand, Gerätevertrauen und die Herkunft einer Anfrage können diese Entscheidung zusätzlich beeinflussen.

Bedeutung in der Praxis

Wirksame Umsetzung benötigt einen kontrollierten Identitätslebenszyklus vom Anlegen über Rollen- und Rechteänderungen bis zur Sperrung. Besonders relevant sind starke Anmeldeverfahren, minimale Rechte, regelmäßige Rezertifizierung und nachvollziehbare Protokolle. Schutzmaßnahmen müssen zudem Missbrauch legitimer Konten erkennen, denn korrekte Zugangsdaten bedeuten nicht automatisch, dass eine Handlung legitim ist.

Verwandte Begriffe

  • AD-DomäneActive Directory DomainLogische Active-Directory-Partition mit gemeinsamer Verzeichnisdatenbank, Namensraum, Richtlinien und Domänencontrollern.: Logische Active-Directory-Partition mit gemeinsamer Verzeichnisdatenbank, Namensraum, Richtlinien und Domänencontrollern.
  • AD-GesamtstrukturActive Directory ForestOberste Active-Directory-Struktur, deren Domänen Schema, Konfiguration, Global Catalog und gegenseitige Vertrauensbasis teilen.: Oberste Active-Directory-Struktur, deren Domänen Schema, Konfiguration, Global Catalog und gegenseitige Vertrauensbasis teilen.
  • DomänencontrollerDomain ControllerServer mit Active Directory Domain Services, der Verzeichnisdaten repliziert und Authentisierung sowie Autorisierung für eine Domäne unterstützt.: Server mit Active Directory Domain Services, der Verzeichnisdaten repliziert und Authentisierung sowie Autorisierung für eine Domäne unterstützt.
  • AD-ObjektActive Directory ObjectEintrag im Active Directory, der eine Identität, Ressource oder Struktur durch eine Objektklasse und zugehörige Attribute beschreibt.: Eintrag im Active Directory, der eine Identität, Ressource oder Struktur durch eine Objektklasse und zugehörige Attribute beschreibt.